27.03.2020
eSports

Virtuelles Flutlicht-Duell

In die Bundesliga Home Challenge der DFL und EA Sports startet die Eintracht am Samstagabend mit Nils Stendera gegen Dynamo Dresden.

Die fußballfreie Zeit hat ein Ende – zumindest virtuell. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat gemeinsam mit EA Sports und 26 Vereinen der 1. und 2. Bundesliga die Bundesliga Home Challenge ins Leben gerufen, die zunächst für die kommenden beiden Wochenenden terminiert ist. Zum Auftakt trifft die Eintracht am Samstagabend (19.40 Uhr) auf Dynamo Dresden. Am 16. März 2012 gab es die Begegnung zwischen den Adlerträgern und den Sachsen das bis dato letzte Mal. In einem Freitagabendspiel der 2. Bundesliga gewann die Eintracht damals auf dem Weg zur Bundesliga-Rückkehr im eigenen Stadion mit 3:0 gegen Dynamo Dresden. Ziemlich genau acht Jahre später treffen die beiden Mannschaften wieder in einem Flutlichtspiel aufeinander, dieses Mal allerdings virtuell. Die Duelle der Bundesliga Home Challenge werden online in der Fußballsimulation FIFA 20 im 85er Modus auf der PlayStation 4 ausgespielt. Im 85er-Modus werden die Wertungen aller Mannschaften gleichgesetzt – auf den Wert 85. Die Teams bestehen aus je zwei Mitgliedern, wobei für jeden Klub ein Fußballprofi seine Fähigkeiten an der Konsole unter Beweis stellen wird. Pro Duell werden zwei Partien ausgetragen, die jeweils rund 25 Minuten dauern. Für die Adlerträger nimmt Nils Stendera den Controller in die Hände. Der 19-Jährige blickt voller Vorfreude auf das Duell mit dem Traditionsverein. „Die Zeit in häuslicher Quarantäne ist aus gesundheitlicher Sicht absolut sinnvoll. Aber natürlich sind wir heiß auf Fußball, jeder Profi möchte gerne auf dem Platz stehen. An den kommenden beiden Wochenenden haben wir zumindest virtuell die Gelegenheit. Ich freue mich darauf, die Eintracht vertreten zu dürfen. Meine Stärke an der Konsole ist ganz klar mein schnelles Umschaltspiel nach Balleroberung“, sagt Stendera.

Homeoffice nicht ungewohnt für Gube

Unterstützt wird der Mittelfeldspieler von Eintrachts eSports-Stammspieler Andi Gube. „Ich freue mich riesig, in dieser ungewöhnlichen Team-Konstellation anzutreten. Mit Dresden haben wir einen spannenden Gegner, den ich an der Konsole gar nicht einschätzen kann“, erzählt Gube, der zu den Leistungsträgern im Eintracht-Team in der Virtuellen Bundesliga (VBL) zählt, die das noch ausstehende Grand Final wegen der Corona-Krise verschoben hat. Dynamo Dresden geht unterdessen mit zwei Profifußballern an den Start. Der frühere türkische U-Nationalspieler Baris Atik (25/Mittelfeld) sowie der frühere Freiburger und Hoffenheimer Marco Terrazzino (28/Mittelfeld) bilden das "Rhein-Neckar-Team" (Geburtsorte sind Frankenthal und Mannheim) der Sachsen.Die beiden Spieler eines jeden Teams treten im Einzel an, die Ergebnisse werden anschließend addiert. Die Bundesliga Home Challenge geht dabei in keine offizielle sportliche Wertung ein. Anstoß ist an diesem Samstag um 19.40 Uhr. Die Eintracht überträgt die Partie auf dem vereinseigenen Twitch-Kanal. Andi Gube ergänzt: „Wir machen das Beste aus der aktuellen Situation und können von zuhause aus die Duelle bestreiten, sodass wir nicht komplett auf den Fußball verzichten müssen. Für mich ist der Platz an der Konsole sowieso mein Homeoffice“, meint Adi Gube. Apropos Homeoffice: Tipps von Indeed dazu gibt's hier. Für alle, die Sehnsucht nach Fußball verspüren, ist einschalten angesagt.  

Teilnehmende Mannschaften

1. FSV Mainz 05, 1. FC Köln, 1. FC Nürnberg, 1. FC Union Berlin, Arminia Bielefeld, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund, Dynamo Dresden, Eintracht Frankfurt, FC Augsburg, FC Schalke 04, FC St. Pauli, Hamburger SV, Hannover 96, Hertha BSC, Holstein Kiel, Leipzig, SC Freiburg, SC Paderborn, SpVgg Greuther Fürth, SSV Jahn Regensburg, SV Darmstadt 98, SV Wehen Wiesbaden, SV Werder Bremen, TSG Hoffenheim, VfB Stuttgart

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