02.03.2021
eSports

Eigengewächse im Fokus

Mit Emil Köhler und Sven Dürrkopf stehen aktuell zwei Eigengewächse von Eintracht Frankfurt eSports aufgrund ihrer erfolgreichen Leistung im Fokus. Hier sprechen sie im Doppelinterview.

Seit 2019 verfolgt Eintracht Frankfurt im eSports einen ehrgeizigen Ansatz. Durch die Förderung von jungen Talenten möchte sich die Eintracht langfristig an die nationale Spitze im eSports in den Titeln League of Legends und FIFA herankämpfen. Dieser Ansatz ist geprägt von einem nachhaltigen Talentförderungskonzept, welches Spielerinnen und Spielern unabhängig von der Schnelllebigkeit des eSports die nötige Zeit zur Entwicklung gibt und sie auf ihre zukünftige Karriere vorbereiten soll.

Mit Emil Köhler in FIFA und Sven „Tayto“ Dürrkopf in League of Legends bekommt das Konzept zwei Gesichter. Beide Spieler sind bereits seit einiger Zeit bei Eintracht Frankfurt aktiv und erleben die umfängliche Förderung des eSports-Bereiches.

Voller Fokus im Deutsche Bank Park: Emil Köhler (l.).

Beide Spieler konnten die ersten Erfolge in ihren jeweiligen Wettbewerben feiern. Die eSports-Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt blicken zuversichtlich in die Zukunft.

„Wir sind mit der Entwicklung unserer Talente sehr zufrieden und zeigen damit, dass unser Konzept großes Potential besitzt. Emil und Sven haben sich innerhalb des vergangenen Jahres von Rookies zu Spielern entwickelt, die mit der nationalen Spitze in ihren jeweiligen Disziplinen mithalten können“, sagt eSports-Koordinator Max Brömel. Nun kommen die Youngster selbst zu Wort.

Hallo Emil, hallo Sven, ihr seid nun bereits seit über einem Jahr Teil von Eintracht Frankfurt eSports. Wie blickt ihr auf die Zeit bisher zurück?

Sven: Ich blicke mit viel Freude auf die Zeit mit meinen ehemaligen und aktuellen Teamkameraden und Coaches zurück. Wir haben einige Erfolge, aber auch so manche Niederlage geteilt. Des Weiteren bin ich stolz auf die Fortschritte, die ich im vergangenen Jahr in League of Legends gemacht habe. Und natürlich weiß ich die Chance, die mir dadurch zu geboten wurde und wird, sehr zu schätzen. Immerhin habe ich bei der Eintracht begonnen, mich auf professioneller Ebene mit LoL zu beschäftigen.

Emil: Die Zeit verging wirklich sehr schnell. Ich konnte viel lernen und mich auf vielen Ebenen weiterentwickeln.        

Emil, du bist als Mitglied im eSports-Bereich des e.V. gestartet, hast dich 2019 über die Scouting Days für den FIFA-Kader qualifiziert und spielst nun gegen die besten FIFA-Spieler Deutschlands. Was denkst du über den Ansatz der Eintracht?

Emil: Der Ansatz, Talente aus der Region zu fördern, weckte natürlich mein Interesse. Als Eintracht-Fan war es für mich etwas Besonderes, im Bereich eSports Mitglied zu sein. Zudem bekam ich so die Chance, mich weiterzuentwickeln und mein Hobby professionell auszuüben.

Sven, du hast dich in deiner Zeit bei Eintracht Frankfurt von einem Rookie Toplaner bis hin zu einem der stärksten Toplaner der Division 1 entwickelt. Wie hast du das geschafft?

Sven: Da ich jetzt schon seit zehn Jahren League of Legends spiele, hatte ich schon viele Phasen der Entwicklung durchlebt. Aber ich denke, dass das vergangene Jahr vor allem so erfolgreich für mich gelaufen ist, weil ich nicht mehr nur privat sehr viel Zeit in League of Legends investiere, sondern auch professionell. Ich versuche,  jeden Tag etwas Neues zu lernen oder Altes zu verbessern. Außerdem wurde ich im letzten Jahr zum ersten Mal professionell trainiert, was aus meiner Sicht einen sehr großen Unterschied zum selbstständigen Training macht.

Was war euer schönster Moment mit Eintracht Frankfurt im eSports?

Emil: Einer der schönsten Momente für mich war die Auswärtsfahrt nach Salzburg im Zuge des Europa-League-Spiels im vergangenen Jahr. Wir haben dort ein Freundschaftsspiel gegen das FIFA-Team von Salzburg ausgetragen und anschließend das Europa-League-Spiel angeschaut.

Sven: Mein schönster Moment war der Aufstieg in die First Division der Prime League im August des vergangenen Jahres.

Habt ihr in einem bestimmten Bereich im vergangen Jahr Fortschritte erzielt?

Emil: Etwas Bestimmtes fällt mir nicht direkt ein. Aber besonders mit Aymane bin ich im ständigen Austauschen über neue Tricks, Spielzüge und Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden.        

Sven: Ich habe viel im Laufe des vergangenen Jahres gelernt. Insbesondere mein Verständnis von „Tempo“ hat sich in den vergangenen drei Monaten enorm verbessert. Es ist einer der größten Faktoren in League of Legends und entscheidet oftmals über Sieg oder Niederlage.

Welche Vorteile bietet euch der eSports-Bereich von Eintracht Frankfurt gegenüber anderen eSports-Organisationen?

Emil: Der größte Vorteil für mich war, dass der Einstieg in den eSports sehr angenehm verlief. Gleichzeitig für einen großen Bundesligaverein zu spielen, von dem ich seit klein auf Fan bin, war schon immer ein Traum für mich. Frankfurt steht für klare Werte: Teil dieser Familie zu sein, macht mich stolz.

Sven: Durch Eintracht Frankfurt habe ich schnell den Sprung von einem unbekannten Solo-Queue-Spieler hin zu einem ernstzunehmenden Spieler der First Division geschafft. Das liegt vor allem daran, dass wir hier unter professionellen Bedingungen trainieren können und stets von guten Trainern betreut werden, welche mir helfen mich als Spieler und Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Was sind eure Ziele für die Zukunft?

Sven: Mein aktuelles Ziel ist es, mich so weit es geht zu verbessern und es damit natürlich auch so weit nach oben zu schaffen wie nur möglich.  

Emil: Mein Ziel ist die Teilnahme am Grand Final der Virtual Bundesliga und die Qualifikation für ein internationales Turnier.

Auch in dieser Woche werden Emil und Sven wieder virtuell für die Eintracht antreten. Emil trifft am Mittwoch in der Virtual Bundesliga Club Championship ab 18 Uhr auf den 1. FC Nürnberg und SSV Jahn Regensburg. Sven ist am Sonntag in der Prime League um 22 Uhr gegen das Schweizer Team „mYisanity“ gefragt.

Alle Spiele laufen wie gewohnt live auf Twitch:

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